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In der
täglichen Begegnung von Menschen mit und ohne Behinderung nimmt die
Beziehungsgestaltung breiten Raum ein. Wir fühlen uns einem personzentrierten
Ansatz verpflichtet und orientieren uns an Grundsätzen der „independent
living“ und „people first“ Bewegung.
NORMALISIERUNGSPRINZIP
Menschen,
die als geistig und/oder psychisch behindert bezeichnet werden, müssen die
selben Lebensbedingungen zur Verfügung stehen wie anderen Menschen auch. Dies
umschließt sämtliche Bereiche des persönlichen und öffentlichen Lebens und
setzt eine entsprechende Mitgestaltung aller daran Beteiligten voraus.
DIALOG
Im Umgang
mit Menschen mit Behinderung steht für uns der Dialog zwischen allen Beteiligten
im Vordergrund. Dieser verläuft nicht nur auf verbaler Ebene, sondern ist ein
vielfältiger Austauschprozeß.
SELBSTBESTIMMUNG
Wir
betrachten es als unsere Aufgabe, die Hilfestellungen anzubieten die gewünscht
oder eingefordert werden, damit Menschen mit Behinderung aktiv und
selbstbestimmt ihr Leben gestalten und ihre Ziele verwirklichen können.
INDIVIDUALITÄT
Kleine
Einheiten und überschaubare Strukturen schaffen Raum für individuelle
Bedürfnisse.
SOZIALES
MITEINANDER
Je
unterschiedlicher die Mitglieder einer Gruppe sind, um so mehr vervielfachen
sich die Möglichkeiten, miteinander und voneinander zu lernen.
FEMINISTISCHER ANSATZ
Natürlich
gibt es gegenüber Menschen mit Behinderung genauso wie gegenüber Menschen ohne
Behinderung geschlechtsspezifische Bilder, Normen und Rollenzuschreibungen. Es
ist uns daher besonders wichtig, die Benachteiligung von Frauen und
traditionelle Rollenzuweisungen in den Blick zu nehmen und dagegen zu handeln.
Mit der Ateliergemeinschaft Kunst♀Drüber wurde ein Projekt zur Förderung von
ausschließlich Frauen geschaffen, geschlechterdemokratische Grundsätze sollen
aber für alle Einrichtungen von zentraler Bedeutung sein.
Langfristige Zielorientierungen,
zu deren Realisierung der Tafie Innsbruck-Land erste Schritte setzt sind
► Peer Counseling (Beratung von betroffenen für
Betroffene) sowie
► Umfassende Selbstvertretung von Menschen mit
Behinderung – auch in Form von Mitbestimmungsstrukturen innerhalb der
Einrichtungen
► Empowerment im Sinne der Selbstermächtigung, für
eigene Interessen einzutreten, ist eine zentrale Herausforderung!
Grundsätzlich neue Wege in der Arbeit mit Menschen mit Behinderung müssen
beschritten werden. Es gilt, Menschen mit Behinderung in ihrem Selbstbewusstsein
zu stärken und zu ermutigen, eigene Wünsche und Interessen zu formulieren und
umzusetzen.
Langfristig soll auch für Menschen, die als geistig behindert bezeichnet werden,
Persönliche Assistenz erkämpft und umgesetzt werden.
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